Bonhoeffer im Gemeindehaus - Sie entscheiden!

Nicht nur als Schriftzug auf der Fassade wird uns künftig der Namensgeber unseres Gemeindehauses begegnen, sondern auch im Haus, gewissermaßen auf Schritt und Tritt. Verteilt in den Räumen, so sieht es das im Bauausschuss entwickelte Konzept vor, werden Worte aus Bonhoeffers Werk direkt auf die Wände aufgebracht. Sie werden somit Teil des Hauses und Teil einer jeden Begegnung und Veranstaltung, die im Bonhoeffer-Gemeindehaus stattfindet. Im Nachdenken, in der Aus-einandersetzung mit diesen Worten können Bonhoeffers Gedanken uns prägen,Teil unserer eigenen Gedankenwelt werden.Vor reichlich einer Generation wurde ein Mann als Patron des Hauses und damit auch als Vorbild für die Besucher dieses Hauses gewählt, der von großer Gedankenkraft war, einen tiefen Glauben hatte, außergewöhnliches Verantwortungsbewusstsein besaß und mit ungeheurem seelsorgerischen Gespür und Einfühlungsvermögen auf die Menschen blickte. Zeugnis davon gibt (neben vielen, vielen anderen Sätzen und Äußerungen) die nebenstehende Auswahl an Zitaten aus Bonhoeffers Werken.Diese Aufstellung ist in einem langen, sorgfältig durchgeführten Prozess entstanden und versucht, die ganze Bandbreite von Bonhoeffers Denken und Arbeiten abzubilden. Dass die bekanntesten und gängigsten Bonhoeffer-Worte gerade nicht dabei sind, liegt genau daran: dass sie längst bekannt und gängig sind. Es gilt, den Theologen, Christen, Widerstandskämpfer und Menschen Dietrich Bonhoeffer jenseits der vertrauten  „guten Mächte“, über die wir alle uns längst Gedanken gemacht haben, zu entdecken.Mit welchen Worten die Gemeinde sich umgibt, womit sie sich in den nächsten Jahren in Predigten, Gemeindeabenden, Geprächen auseinanderzusetzen bereit ist, das entscheidet die Gemeinde – also Sie! - selbst. Bis zu vier Stimmen dürfen vergeben werden (keine Häufelung), um für die Favoriten zu votieren. Maximal acht der aufgelisteten Worte werden dann im Bonhoeffer-Gemeindehaus (und in unseren Gedanken?) ihren Platz finden.                                                                            

Mir selber wünsche ich für dieses Herzensanliegen viele Gemeindeglieder, die selber für Bonhoeffer „brennen“ und darum ihre Wünsche ausdrücken. Ihnen allen wünsche ich Freude an den Worten, ein Berührt-Sein und Inspiration bei der Auswahl!

Text: Pfarrerin Antje Biller

Zitatesammlung

1) Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

2) Jesu Liebe, das ist die Liebe, die keinen Schmerz, keinen Verzicht, kein Leiden scheut, wenn es dem anderen hilft.

3) Jesus hat Frieden geschaffen mit unseren Feinden am Kreuz. Diesen Frieden lasst uns bezeugen vor jedermann.

4) Es ist nichts Selbstverständliches für den Christen, dass er unter Christen leben darf.

5) Wir müssen lernen, Menschen weniger auf das, was sie tun und unterlassen, als auf das, was sie erleiden, anzusehen.

6) Wir müssen bereit werden, uns von Gott unterbrechen zu lassen.

7) Gottes Gebot ist immer ein konkretes Reden zu jemandem. Es ist immer Anrede.

8) Wo Gottes Verheißung vernommen und ernstgenommen wird, dort wird Kirche.

9) Gott lieben, das heißt, sich an ihm freuen, gerne an ihn denken, gerne zu ihm beten.

10) Es ist keine Schande zu hoffen, grenzenlos zu hoffen.

11) In seiner Freiheit von mir hat Gott den Andern zu seinem Ebenbild gemacht.

12) Nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen erfüllt Gott.

13) Nicht der Gedanke, sondern die Verantwortungsbereitschaft ist der Ursprung der Tat.

14)  Unser Kreuz ist das Leiden, das uns aus der Bindung an Jesus Christus allein erwächst.

15) Der Christ braucht den Christen, der ihm Gottes Wort sagt, er braucht ihn immer wieder, wenn er ungewiss und verzagt wird.

Abstimmung - Erläuterung

Sie können bis zu vier Stimmen abgeben, eine Häufelung ist nicht möglich. Sollten Sie mehr als vier Zitate auswählen, werden nur die ersten vier in die Abstimmung übernommen.

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