Jubiläums-Wochenende 20. - 22. September 2013

Am schwierigsten war es eigentlich, den Federweißen beizubringen zum herbstlichen Abend-Empfang für unsere Penzliner Gäste, da viele Weingüter noch gar nicht angefangen hatten mit der Lese. Das Ankommen, die Begegnung, bei manchen ein erstes Kennen lernen, bei anderen das Wideraufnehmen von Gesprächen, das Beieinandersitzen und Erzählen – all das war leicht und angenehm und tat der partnerschaftlichen Beziehung wohl. Der von den Kirchenvorständen ausgerichtete und mit einer schmackhaften Vielfalt an kleinen Speisen und Desserts ausgestattete Abend war der Auftakt zum Besuchswochenende anlässlich der 25-Jahr-Feier der Gemeindepartnerschaft. 

Mit Blick auf den sehr zeitigen Aufbruch am nächsten Morgen zum Gemeindeausflug wurden etliche Themen für die Busreise bis nach Eichstätt und die Fahrt durch das Altmühltal aufgehoben.

Miteinander wandern, essen und wiederum einander erzählen prägten den Samstag. 

Der Gottesdienst am Sonntag bildete unbestreitbar den Höhepunkt des Wochenendes, sowohl emotional wie inhaltlich. Dekanin Dr. Weise war der Einladung im Paul-Gerhardt-Haus dabei zu sein, gerne gefolgt. In ihrer Predigt über einen Blindgeborenen, den Jesus geheilt hatte, gratulierte sie zunächst augenzwinkernd zur „Silberhochzeit“ der beiden Gemeinden und stellte sie in einen Zusammenhang jenseits von menschlichen Bemühungen. Das „Ich glaube“, das der Geheilte spricht, gilt hier wie dort. Uns verbindet der Wille Gottes zu uns, der uns alle miteinander vor sich in sein Licht stellt. Das gemeinsam gefeierte Abendmahl, bei dem Pastor Reincke neben den gottesdienstlichen Lesungen die Austeilung übernommen hatte, wurde als besonders eindrücklich empfunden.

An den Gottesdienst schlossen sich die Grußworte von KV-Vertrauensmann Thomas Hansen und Pastor Reincke an.

Das anschließende „angeregte Beisammenstehen“ eröffnete der langjährige Schwunggeber der Partnerschaft, Herr Buhr. Mit dem ihm eigenen Stil ließ er Meilensteine der 25jährigen Geschichte wieder vor dem inneren Auge erstehen. Für ihn war das Jubiläum gleichzeitig ein Wendepunkt, da er die Arbeit für Penzlin, die er und seine Frau Theresia immer gerne getan haben, nunmehr in jüngere Hände legen will. Pfarrerin Biller sprach den herzlichen Dank seitens des Kirchenvorstandes und der ganzen Gemeinde für das jahrzehntelange Engagement aus und überreichte Blumen und, als kleines Präsent für den passionierten Autofahrer, ein Hörbuch zur Kurzweil auf langen Reisen.

Auch die Penzliner Freunde bedankten sich mit warmen Worten, sowohl für die langjährige Pflege der Partnerschaft durch Familie Buhr wie auch insgesamt für die Erlebnisse und Eindrücke des Wochenendes.

Noch beim Aufräumen und beim Hinausgehen wurden Ideen ausgetauscht, wie der Höchberger-Penzliner Kontakt neue Impulse bekommen könnte. Man darf also gespannt auf die Zukunft der Partnerschaft sein.

Text: Antje Biller